Gefühl
Ein Junge sitzt alleine irgendwo. Und ein Gefühl lässt ihn geradezu leiden, er weis, er muss etwas tun. Muss etwas tun, um das zu erlangen wonach er sich sehnt. Nur was?
Er verzieht das Gesicht. Es zwingt ihn nachzudenken, über Dinge, die längst Vergangenheit sind. Dinge, die längst geschehen sind, die es einfach nicht würdig sind, nochmals durchgekaut zu werden. Sie sind Vergangenheit... und trotzdem.
Sein tiefer Schmerz zeichnet sein Gesicht. Tief in seinem Innern brodelt das Verlangen, doch er zwingt es zurück mit aller Kraft, denn er weiß, wie es um ihn steht, er weiß wo er jeden Tag entlang läuft, weiß wo er jeden Tag verweilt... und nicht nur er. Doch gleichzeitig ist er sich sicher, dass es so nicht weitergehen kann.
Tränen zeichnen ihre Bahnen auf seiner Wange, auf seinem Hals. Sie sterben nacheinander, mal auf dem Hals, mal auf den Lippen. Und der Junge fragt sich ob er es ihnen nachmachen soll. Salzig ist der Geschmack danach. Und er begreift, dass er langsam süchtig wird nach allem was er sich jemals gesehnt hat. Jenseits von Material und ähnlichem, denn er braucht etwas anderes um glücklich zu sein.
Und er wird wütend, weil er endlich das will, was er nie bekommen hat, weil er es sich nie genommen hat...? Und entschlossen steht er auf und geht seinen Weg, geleitet von seinem sehnsüchtigen Herzen, das ihm jetzt nur noch sagt: Tu es! Für ihn nur das Beste... Er hätte es verdient.
C. by T.A.