Der hilfsbereite Nachbarsjunge - Teil II
Der Abend rückte langsam näher. Fabian war eindeutig angespannt, er hatte das Gefühl, das er auf jeden Fall alles richtig machen wollte. Diese Chance, die er eigentlich einem Zufall verdankte, war für ihn wie ein Geschenk des Himmels, und diese Chance würde er nutzen, dachte er immer wieder, wie er so in seinem Zimmer vor seinem Spiegel stand, und sich betrachtete. Er mochte sich, er war zufrieden mit seinem Körper, seiner Haarfarbe, er mochte seine kleinen Ohren, und seine Nase. Er war einer von diesen Jungen, die viel zu gut aussahen, und deshalb nie jemand hatten, weil niemand sich traute, ob Junge oder Mädchen, ihn anzusprechen, eben weil er so süß aussah. Er verließ sein Zimmer, wechselte noch ein paar belanglose Worte mit seinem Vater, der grade von der Arbeit gekommen war, und ging raus auf die Straße wo sein Roller stand. Er schob ihn quer über die Straße auf die andere Seite, und dann noch etwa 100 Meter bis zu dem Haus, wo Dennis wohnte. Es war ein schönes Einfamilienhaus, mit einer Garage daneben. Der Vorgarten war mit kleinen Tannengewächsen und Sträuchern bepflanzt worden, und sah, wie auch die Fassade und die Fensterdekorationen des Hauses sehr einladend und wohnlich aus. Er parkte seinen Roller auf der Garagenauffahrt, und klingelte dann an der Haustür. Die Haustür ging auf, und Dennis stand in der Tür: „Na Fabian, du hast also ein Problem mit deinem Roller? Da wollen wir doch mal sehen, ob ich dir nicht dabei helfen kann.“
„Hallo Dennis, brachte Fabian heraus. „Alles klar bei dir?“
„Ja, mir geht es gut soweit, und selber?“
„Mir auch, danke. Bis auf meinen Roller natürlich.“
„Ich schau mir den gleich mal an, ich hol noch eben etwas Werkzeug aus dem Keller.“
„Ok“, sagte Fabian, und ging wieder zu seinem Roller. Kurz darauf kam Dennis mit einem Werkzeugkasten und einer Kiste aus dem Keller zurück. Er machte sich gleich an dem Roller zu schaffen, schraubte ihn unten auf, und ging dafür auf die Knie und beugte sich nach vorn Fabian musterte ihn von Kopf bis Fuß, Dennis sah einfach umwerfend aus. Er war groß, hatte überall ein paar Muskeln, war leicht gebräunt von der Sonne, und auch er hatte kurze blonde Haare. Er trug eine dunkelblaue Trainingshose, und darüber ein weißes T-Shirt. Vor allem sein Po war einfach zum Reinbeißen, so ein kleiner Po, fest und knackig, das konnte man deutlich durch die Hose erkennen.
„Ich glaub ich weiß schon woran es liegt“, sagte er auf einmal. „Ich glaub das Starterkabel, welches von der Zündkerze zum Motorblock führt ist ein wenig porös, und leitet nicht mehr so richtig. Ich hab aber ein Ersatzkabel dafür.“
„Sehr gut“, sagte Fabian anerkennend, wobei er den Blick nicht von seinem Hintern wandte, der sich ihm durch die glänzende Trainingshose entgegenwölbte. Bei dem Anblick wölbte sich auch bei ihm etwas vorne in der Hose, aber Dennis war viel zu sehr mit dem Roller beschäftigt, um das zu bemerken. Er fummelte unbeirrt in den Innereien des Rollers herum. Er löste die Stecker des morschen Kabels an beiden Enden, und nahm das Kabel heraus. Jetzt kramte er in einer Kiste, in der sich allerhand Ersatzteile für den Roller befanden. Er fand ein neues Starterkabel, und ersetzte das alte damit. Als er fertig war, stand er auf und sagte zu Fabian: „Versuch mal, ob das Ding jetzt wieder anspringt.“ Fabian gehorchte, setzte sich auf den Roller, startete, und er sprang an. „Mensch Dennis, vielen Dank für deine Hilfe, entfuhr es ihm. Ich hätte das alleine nie hinbekommen, hab doch von so was gar keine Ahnung.“
Dennis kam auf ihn zu, legte seine Hand auf seine Schulter, und machte eine Handbewegung als er sagte: „Ach was, das war doch gar nichts, Kleinigkeit. Schön das ich dir helfen konnte. Sag mal, willst du jetzt gleich wieder nach Hause, oder magst du noch mit rein kommen, und mir etwas Gesellschaft leisten? Meine Eltern sind nämlich übers Wochenende zu Bekannten verreist, und ich langweile mich hier ein wenig so ganz allein.“ Fabian schluckte, hatte er gerade richtig gehört. Sein Schwarm, dieser Junge den er über alles bewunderte bot ihm an, in seinem Haus ungestört ohne Eltern abzuhängen. „Warum nicht, gute Idee eigentlich. Ich hätte mich zu Hause eh nur gelangweilt mit dem Fernseher.“
„Na dann komm mal mit, nimmst du was von dem Werkzeug mit, ich kann das nicht alles allein tragen.“
„Sicher, kein Problem.“
Sie gingen ins Haus, Dennis ging allein in den Keller, brachte das Werkzeug runter. Fabian schaute sich in dem Haus um. Hier war deutlich mehr Platz als in der Wohnung seiner Eltern.
Der Flur war mit einem langen Teppich ausgelegt, am Treppenhaus stand eine Grünpflanze. Neben der Tür zur Küche hingen zwei Bilder von Dali, und direkt über ihm befand sich eine Deckenlampe. Der Flur war so etwa 6 Meter lang, und endete in einem runden Bogen, hinter dem das Wohnzimmer anfing. Fabian öffnete die Tür zur Küche die nur einen kleinen Spalt weit offen war noch etwas mehr, damit er die Küche in Augenschein nehmen konnte. Es war eine moderne Küche, und ein großer Raum verglichen mit der Küche seiner Eltern. Die Küche war so angelegt, das sie den Raum in der Mitte unterteilte. Der Ceranherd mit der Abzugshaube darüber befand sich mitten im Raum, war aber kein freies Element, sondern mit der restlichen Küche verschraubt. Neben dem Herd war eine freie Fläche, und um diese Fläche herum standen ein paar Barhocker. Links vom Herd war noch eine weitere Sitzecke, darüber eine modern aussehende Lampe, die tief von der Decke hing, und an der man sich leicht den Kopf stoßen konnte.
„Gefällt dir unsere Küche?“
Fabian drehte sich überrascht um, er hatte Dennis nicht kommen hören. Er hatte ein große Flasche Cola aus dem Keller mitgebracht. „Ist das ok, oder trinkst du lieber Mineralwasser oder Karottensaft, grinste er ihn an.“
Fabian entspannte sich, er grinste zurück, sagte: „Nein, das ist ok.“
Dennis ging zu einem Hochschrank, nahm zwei Gläser aus ihm heraus, und kramte aus einem Rollcontainer, der am Boden eingebaut war ein paar Salzstangen heraus.
„Komm mit, wir gehen in mein Zimmer nach oben.“
Sie gingen die Treppe hoch, Dennis öffnete die Tür, die sich links neben dem Treppenaufgang befand. Hier war also das Zimmer vom süßen Dennis. Es war etwa so groß wie Fabians Zimmer, und typisch jungenhaft eingerichtet. Ein Schlafsofa stand in der Mitte, davor ein Glastisch, an der gegenüberliegenden Wand waren ein Fernseher und andere elektronische Geräte in einer Vitrine untergebracht. Links an der Wand war ein großes Fenster, mit einer Gardine davor, und der Kleiderschrank befand sich rechts neben der Tür.
„Setz dich, mach’s dir schon mal gemütlich, kannst Fernseh schauen, oder an den Computer wenn du magst. Ich komm auch gleich, ich geh nur noch eben schnell duschen.“
Fabian setzte sich auf das Schlafsofa, Dennis gab ihm die Fernbedienung für den Fernseher. Dann ging er zum Kleiderschrank, öffnete ihn, und holte ein frisches Paar Socken, Shorts, und ein weißes T-Shirt raus. Dann fing er an, sich auszuziehen. Fabian schaute abwechselnd zum Fernseher und in Dennis Richtung, der gerade seine Socken ausgezogen hatte, und jetzt seine Hose runterließ. Dann zog er noch sein T-Shirt aus, bis er nur noch seine Shorts anhatte. Dennis konnte da einfach nicht dran vorbei sehen, er musste einfach spannen. Dieser tolle Körper, dachte er, und was er da wohl unter seinen Shorts verbirgt. Dennis bemerkte, dass Fabian ihn anstarrte, sagte aber nichts dazu, und ging ins Badezimmer um sich zu duschen.
Fabian saß jetzt allein in dem Zimmer, im Fernsehen kam eine Komödie, die schaute er sich an. Aber das Fernsehen reizte ihn nicht besonders, dafür brannte er darauf, mehr über Dennis zu erfahren. Er war allgemein ein sehr neugieriger Junge. Er hatte die Unart, in fremden Zimmern die Schränke zu durchwühlen. Das hatte einen besonderen Reiz, die Möglichkeit vor Augen, Dinge über jemanden zu erfahren, die dieser jemand niemals freiwillig von sich preisgeben würde. Fabian war da ganz unkompliziert. Er hatte es auf das Schlafsofa abgesehen, genauer auf den Bettkasten darin. Er ging noch mal zur Zimmertür, vergewisserte sich, das Dennis noch im Bad war, dann ging er zum Schlafsofa, und zog den Bettkasten heraus. Es kam eine Decke mit Kopfkissen zum Vorschein, aber Fabian, grub tiefer im Bettkasten, bis er etwas zu fühlen bekam, das eine glatte Oberfläche hatte, sich wie ein Heft anfühlte. Er zog es heraus, und staunte nicht schlecht, als er sah was er da in Dennis Bettkasten gefunden hatte. Es war ein Pornomagazin, etwas was viele Jungs in Dennis Alter hatten, nur dass in dem Heft nur nackte Jungs zu sehen waren, einer geiler als der andere.
„Ist Dennis etwa auch schwul?“, dachte er sich. Da er die Zimmertür absichtlich nicht zugemacht hatte, hörte er jetzt augenblicklich das Geräusch der sich öffnenden Badezimmertür. Schnell vergrub er das Heft wieder im Bettkasten, baute das Sofa wieder zusammen, setzte sich drauf und starrte auf den Fernseher.
Ende - Teil II