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Der hilfsbereite Nachbarsjunge - Teil III Dennis kam zurück ins Zimmer, sein Kopf war durch das warme Wasser leicht gerötet.
„Na, hast dich bestimmt schon gelangweilt hier, so ganz allein ohne mich.“
Fabian wurde mutiger: „Na ja, geht so. Was hast du denn da so lange unter der Dusche gemacht, so ganz allein?“
Dennis grinste ihn frech an: „Na, ich hab mich überall gründlich sauber gemacht, da wo Jungs schon mal etwas müffeln können. Und? Gefällt dir mein Zimmer?“
„Ja, ist ganz ok“, sagte er knapp.
„Ok“, sagte Dennis. Er ging noch mal zum Kleiderschrank, und nahm eine dunkelblaue Jogginghose aus Baumwolle raus, die zog er sich an. Also von mir aus kannst du die Hose ruhig wieder ausziehen, mich stört das nicht, dachte Fabian. Dennis setzte sich jetzt neben Fabian aufs Sofa. „Wieso haben wir uns eigentlich nicht schon früher kennen gelernt, bist doch ein ganz netter Junge“, und während er das sagte, klaute er ihm mit einer schnellen Handbewegung die Cappy vom Kopf und setzte sie sich selbst auf. Das konnte Fabian sich natürlich nicht gefallen lassen: „Hey, gib mal sofort die Cap wieder her, die trägt außer mir keiner! Er versuchte sie zurück zu holen, danach zu greifen, aber Dennis hielt seine Arme fest.
„Na junger Mann, und jetzt? Bist du eigentlich kitzelig? Das werden wir gleich wissen.“
Er zog Fabian näher zu sich ran, hielt mit der linken Hand seine Arme in Schach, und fing an, ihn mit der rechten Hand zu kitzeln. Er kitzelte ihn seitlich am Bauch, da wo seine Rippen waren. Das verfehlte seine Wirkung nicht. Fabian rollte sich zusammen, versuchte seine Rippen vor Dennis Attacken zu schützen, aber Dennis drehte ihn so, das seine Rippen frei lagen, und er ihn ungehindert kitzeln konnte. Fabian lachte laut, er war sehr kitzelig: „Aufhören, schrie er, bitte hör auf, ich kann nicht mehr.“
Dennis gehorchte, ließ ihn wieder los, und setzte ihm sein Cappy zurück auf den Kopf.
Er grinste Fabian an: „Du bist ja ganz schön kitzelig, was?
Mein kleiner Bruder ist auch so kitzelig, den muss ich nur ansehen, und dann weiß er schon, was ich mit ihm vorhabe. Dann fängt er vorher schon an zu lachen.“
„Bist ja auch gnadenlos“, gab Fabian zurück.
„Na ja, ich weiß schon wann gut ist, keine Angst. Wir können uns auch ein paar Videos anschauen, wenn im Fernsehen nichts läuft. Sag mal, hasst du Lust heute hier zu schlafen?“
„Hmmm, ja gerne. Ich ruf nur mal eben zu Hause an, und sag Bescheid.“
Fabian war jetzt nicht mehr ganz so schüchtern. Dennis hatte ihn durch sein Kitzeln etwas aufgelockert. Er ließ sich von Dennis ein Telefon geben, rief seine Eltern an, und erzählte ihnen, dass er diese Nacht bei Dennis schlafen würde. Inzwischen war es abends, nach acht, aber es war noch hell und warm draußen. Dennis zappte durchs Programm, auf der Suche nach einem Actionfilm, aber es kamen nur uralte Filme oder Sendungen für alte Leute im Fernsehen. Er ging zu einem Schrank mit Schublade, und kramte ein halbes dutzend Videokassetten heraus. „Worauf hast du Lust? Ich hab hier ein paar Actionfilme, einen lustigen Film und einen Horrorfilm.“
„Auf den Horrorfilm hab ich Lust, den kann ich auch nicht alleine anschauen, weil ich dann danach nicht schlafen kann“, grinste er Dennis an.
Dennis grinste zurück: „Na geht schon, musst ja heute Nacht nicht alleine schlafen. Hast du eigentlich Hunger? Wir haben unten noch etwas im Backofen, selbst gemachtes Kartoffelgratin von meiner Mutter. Und im Kühlschrank steht Tiramisu.“
„Hört sich ja lecker an, klar hab ich Hunger. Dir beim Rumschrauben an dem Roller zuzugucken hat mich ganz schön hungrig gemacht.“
Dennis lachte. „Machs dir mal bequem, du Faulenzer. Ich kümmer mich mal um unser Essen.“
Dennis ging runter, Fabian streckte sich auf dem Sofa aus. Er fühlte sich wohl hier, keine Frage. Er hatte Dennis bislang kaum gekannt, aber er fand ihn sehr nett. Früher hatte er gedacht, dass er so ein cooler harter Junge wäre, der keine Gefühle zeigt. Aber Dennis war anders, er war einfach nett. Fabian war glücklich, dass er bei Dennis, seinem Schwarm übernachten konnte. Er fühlte sich hier häuslich, so wie in seinem eigenen Zimmer. Er zog seine Schuhe aus, nahm sein Cappy ab und legte sich auf das Sofa. Der Film lag schon im Recorder, aber er wollte ihn ja mit Dennis zusammen ansehen. Nach einer Weile kam Dennis zurück, mit einem Tablett, darauf zwei Teller mit Gratin, und zwei Schälchen mit Tiramisu.
Fabian griff ihm etwas unter die Arme, räumte den Glastisch etwas auf, und schüttete Cola in die Gläser. Dann aßen sie.
Ende - Teil III

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